
Wenn es Ihnen so geht wie uns, verwenden Sie wahrscheinlich auch gerne ätherische Öle im Haushalt, oder? Ob für einen angenehmen Duft oder zum Reinigen – sie sind aus unserem Alltag nicht mehr wegzudenken. Aber haben Sie sich jemals gefragt, ob sie auch für unsere vierbeinigen Freunde unbedenklich sind? In diesem Artikel erfahren Sie, ob unsere Haustiere die wohltuende Wirkung ätherischer Öle mit uns genießen können und welche ätherischen Öle für sie giftig sein könnten.
Was sind ätherische Öle?
Ätherische Öle sind konzentrierte Flüssigkeiten, die flüchtige Aromastoffe aus Pflanzen enthalten. Diese Verbindungen werden aus verschiedenen Pflanzenteilen wie Blüten, Blättern, Rinde, Stängeln und Wurzeln gewonnen. Wie Sie wissen, werden ätherische Öle häufig aufgrund ihrer aromatischen Eigenschaften verwendet und finden vielfältige Anwendung, beispielsweise in der Aromatherapie, bei Massagen, in der Hautpflege und sogar in Haushaltsreinigern.
Die Gewinnung ätherischer Öle erfolgt durch Methoden wie Destillation, Kaltpressung oder Lösungsmittelextraktion.
Die so gewonnenen Öle fangen den unverwechselbaren Duft und die Eigenschaften der Pflanze ein, aus der sie stammen.
Jedes ätherische Öl hat seinen eigenen, einzigartigen Duft und potenzielle therapeutische Eigenschaften. Sie werden häufig zur Förderung des Wohlbefindens und zur Linderung spezifischer körperlicher und seelischer Beschwerden eingesetzt. Es ist wichtig zu beachten, dass ätherische Öle zwar Vorteile bieten können, aufgrund ihrer hohen Konzentration jedoch mit Vorsicht und unter Beachtung der entsprechenden Richtlinien verwendet werden sollten. Da ätherische Öle aus Pflanzen gewonnen werden, gehen wir oft davon aus, dass sie rein natürlich und unbedenklich sind. Die Anwendung in der Nähe unserer Haustiere ist jedoch möglicherweise nicht so einfach, wie wir denken. Ätherische Öle bieten noch viel mehr, und hier erfahren Sie, warum wir bei der Anwendung bei unseren Haustieren etwas vorsichtig sein sollten.
Antworten auf häufig gestellte Fragen zur Sicherheit von ätherischen Ölen für Hunde:
Sind ätherische Öle sicher für Hunde?
Hunde haben einen außergewöhnlichen Geruchssinn. Während ein Mensch 6 Millionen Nasennerven besitzt, können es bei einem Hund bis zu 100 Millionen sein! Wie Sie sich vorstellen können, können ätherische Öle für unsere empfindlichen Vierbeiner sehr intensiv sein.
Manche ätherische Öle sind in bestimmten Formen für Hunde unbedenklich, andere hingegen können Probleme verursachen. Es kommt nicht nur auf das Öl selbst an, sondern auch auf die Art der Anwendung. Wenn Ihr Hund beispielsweise mit seiner neugierigen Nase die Öle eines Potpourris einatmet, kann dies zu Atemwegsproblemen und einer Vergiftung führen. Oder stellen Sie sich vor, Ihr Hund läuft über einen mit Öl gereinigten Boden – das könnte seine Haut reizen oder sogar Magenprobleme verursachen, wenn er sich die Pfoten leckt.
Und dann gibt es da noch den abenteuerlustigen Hund, der vielleicht beschließt, das Öl und die ganze Flasche, in der es war, zu verspeisen! Das ist ein Rezept für potenziell ernsthafte Gesundheitsprobleme. Wenn Sie ätherische Öle für Ihren Vierbeiner verwenden möchten, ist das möglich, erfordert aber etwas Vorbereitung. Sie müssen sicherstellen, dass die verwendeten Öle unbedenklich sind und sie so anwenden, dass Ihr Hund keine Probleme bekommt. Bevor Sie Ihr Zuhause in ein Paradies für ätherische Öle verwandeln, denken Sie bitte auch an Ihren vierbeinigen Freund!
15 ätherische Öle, die für Hunde gefährlich sind
Jetzt kommt der wichtige Teil. Wenn Sie darüber nachdenken, Ihr Zuhause in ein Paradies für ätherische Öle zu verwandeln, sollten Sie einige Öle meiden, die für Ihre Hunde schädlich sein könnten.
Ätherische Öle bieten zwar viele Vorteile, dennoch ist Vorsicht geboten, insbesondere bei der Anwendung in der Nähe von Haustieren. Einige ätherische Öle können für Tiere schädlich sein, und ihre Wirkung kann je nach Ölart, Tierart und Konzentration variieren.
Generell gilt: Je höher die Konzentration des Produkts, desto größer die Gefahr für Ihr Haustier.
Bevor Sie ätherische Öle in der Nähe Ihrer Haustiere oder in Ihrer Wohnung verwenden, sollten Sie einen Tierarzt konsultieren. Dieser kann Ihnen Auskunft darüber geben, welche Öle für Ihre Tiere geeignet sind und Ihnen geeignete Verdünnungen oder Alternativen vorschlagen. Bedenken Sie, dass Tiere unterschiedlich empfindlich auf bestimmte Düfte und Substanzen reagieren können. Daher ist es wichtig, ihr Wohlbefinden an erste Stelle zu setzen.
Achten Sie beim Verwenden ätherischer Öle stets darauf, ob Ihre Haustiere Anzeichen von Unbehagen oder unerwünschten Reaktionen zeigen. Sollten Sie ungewöhnliches Verhalten oder Symptome feststellen, beenden Sie die Anwendung und konsultieren Sie einen Tierarzt.
Diese ätherischen Öle sind für Ihren Vierbeiner absolut tabu, sowohl bei Einnahme als auch bei Hautkontakt:
- Zimt
- Zitrus (d-Limonen)
- Rosinenblüte
- Pfefferminze
- Kiefer
- Süßbirke
- Teebaum (Melaleuca)
- Wintergrün
- Ylang-Ylang
- Anis
- Nelke
- Thymian
- Wacholder
- Schafgarbe
- Knoblauch
Grundsätzlich raten wir davon ab, Ihrem Hund ätherische Öle zu verabreichen (oder ihn diese verschlucken zu lassen). Sollten Sie dieses natürliche Mittel jedoch unbedingt verwenden wollen, stellen Sie sicher, dass es ungiftig ist, verwenden Sie es in minimal verdünnter Menge und lassen Sie sich von Ihrem Tierarzt beraten, wie Sie es Ihrem Haustier am sichersten verabreichen können.

Ätherische Öle, die gut für Hunde sind
Nun zu den wirklich guten Dingen – ätherischen Ölen, die von Vierbeinern für gut befunden werden. Ein kleiner Hinweis: Jedes Haustier ist anders, und was ein Hund verträgt, kann bei einem anderen problematisch sein. Im Zweifelsfall sollten Sie immer einen Experten konsultieren.
Diese ätherischen Öle sind im Allgemeinen für Haustiere unbedenklich:
1. Lavendel
2. Kamille
3. Myrrhe
4. Kurkuma
5. Rosmarin
6. Bergamotte
7. Weihrauch
Eine kürzlich durchgeführte Studie zu den Geruchspräferenzen von Hunden an einer kleinen Gruppe von Hunden ergab, dass diese „eher auf die Düfte von Blaubeere, Brombeere, Minze, Rose, Lavendel und Linalool reagierten, sodass man annehmen kann, dass diese Gerüche für sie weder unangenehm noch vermeidbar waren.“
Denken Sie daran: Auch bei den unbedenklichen Düften gilt: Weniger ist mehr. Ein oder zwei Tropfen genügen, und Mäßigung ist der Schlüssel zu zufriedenen Hunden.
Welche Symptome treten bei einer Vergiftung mit ätherischen Ölen bei Hunden auf?
Eine Vergiftung mit ätherischen Ölen kann sich bei Hunden durch verschiedene Symptome äußern. Der Schweregrad der Reaktion hängt von Faktoren wie der Art des ätherischen Öls, der aufgenommenen oder eingeatmeten Menge und der Tierart ab. Hier sind einige häufige Symptome einer Vergiftung mit ätherischen Ölen bei Haustieren:
1. Gastrointestinale Probleme:
- Erbrechen
- Durchfall
- Speichelfluss
2. Atemnot:
- Husten
- Keuchen
- Atembeschwerden
3. Hautreizung:
- Rötung
- Ausschlag
- Schwellung
4. Neurologische Symptome:
- Lethargie
- Schwäche
- Zittern oder Krampfanfälle
5. Verhaltensänderungen:
- Unruhe
- Depression
- Desorientierung
6. Weitere Anzeichen:
- Veränderungen der Herzfrequenz
- Niedrige Körpertemperatur
- Leber- oder Nierenversagen (in schweren Fällen)
Es ist wichtig zu beachten, dass verschiedene ätherische Öle unterschiedlich giftig für Haustiere sind und manche Öle gefährlicher als andere. Zitrusöle, Teebaumöl, Kiefernöl und bestimmte phenolhaltige Öle können besonders für unsere vierbeinigen Freunde problematisch sein.
Wenn Sie vermuten, dass Ihr Hund ätherischen Ölen ausgesetzt war oder diese eingenommen hat und eines dieser Symptome zeigt, suchen Sie umgehend einen Tierarzt auf. Schnelles Handeln ist wichtig, um mögliche Gesundheitsschäden für Ihren Hund zu minimieren. Bewahren Sie ätherische Öle stets außerhalb der Reichweite von Haustieren auf und befolgen Sie die Anweisungen Ihres Tierarztes bezüglich ihrer Verwendung in Ihrem Zuhause.
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Ätherische Öle sind hochkonzentrierte Pflanzenextrakte und daher sehr wirksam.
Dr. Grewal sagte in einem Interview mit The Dodo: „Ätherische Öle und Haustiere vertragen sich nicht gut.“ Sie können die Atmung Ihres Haustieres beeinträchtigen, seine Nerven strapazieren und sogar seine Leberfunktion schädigen, wenn Sie nicht vorsichtig sind – egal ob Sie sie auftragen oder Ihr Haustier nur daran riechen lassen.
Hunde haben einen viel empfindlicheren Geruchssinn als Menschen. Was für Sie wie ein angenehmer Lavendelduft klingt, kann für Ihren Hund wie ein intensives Parfüm wirken, ihn stressen oder ihm das Atmen erschweren.
Denken Sie darüber nach, einen Diffusor für ätherische Öle zu verwenden? Keine gute Idee für Ihren Vierbeiner. Diffusoren versprühen winzige Mengen ätherischer Öle in die Luft, die Ihr Hund einatmen oder über sein Fell aufnehmen kann, was zu starken Hautreizungen führen kann.
Seien Sie sich bewusst, dass Ihr Haustier die Substanzen möglicherweise ableckt!
Kerzen mit ätherischen Ölen? Auch hier gilt: Finger weg! Sie haben die gleiche Wirkung wie Diffusoren. Um Ihren Hund zu schützen, sollten Sie daher am besten geruchslose oder nur leicht duftende Kerzen verwenden.
Ätherische Öle können zwar wunderbar riechen und beruhigend auf uns wirken, doch einige sind gefährlich und potenziell giftig für Hunde (sowohl beim Einatmen als auch beim Verschlucken). Wenn Sie sie verwenden möchten, vergewissern Sie sich daher unbedingt, dass die von Ihnen verwendeten Öle für Hunde unbedenklich sind, und sprechen Sie vorher mit Ihrem Tierarzt.